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Die erste urkundlich Erwähnung Klosterdorfs erfolgte im Jahre 1247. Diese Erwähnung ist aber nur aus anderen Zusammenhängen abzuleiten, denn in der entsprechenden Urkunde sind einige Zeilen herausgeschnitten worden wozu auch die Zeile gehörte, in der vermutlich der Name Klosterdorfs stand.

Klosterdorf wurde mit großer Wahrscheinlichkeit aber bereits zwischen 1210 und 1220 von Bauern aus der Herrschaft eines wettnischen Markgrafen, einem Vertreter der Familie von Rochlitz gegründet. Später ging es dann in den Besitz der Mönche des Klosters Zinna über, wo Klosterdorf seinen heutigen Namen erhielt. Der alte Name, vermutlich "Moravendorp" verschwand.

Wahrscheinlich in Folge der ersten Pest in Mitteleuropa 1349/50 und kriegerischer Auseinandersetzungen in den Jahren 1348 bis 1353 war Klosterdorf als einziges Dorf in der Umgebung ab ca. 1370/80 völlig unbewohnt. Die Wiederbesiedlung erfolgte erst ca. 100 Jahre später. Auch die Reformation mit ihrem Höhepunkt, dem Bauernkrieg, dem 30-jährigen Krieg, der 1626 auch Brandenburg erfasste, dem Wandel Klosterdorfs zum Gutsdorf, wo das Domänenvorwerk Klosterdorf 1708 erstmals verpachtet wurde und mit dem Edikt vom 09. Okt. 1807, das besagte, dass mit dem Martinitag (11. Nov.) 1810 jegliche Gutsuntertänigkeit und Leibeigenschaft beendet sei, hinterließen in Klosterdorf ihre Spuren - nachzulesen in der Dorfgeschichte.

Im Jahre 1829 wurde das Gut Klosterdorf von Carl-Friedrich von Bredow für 14.950 Taler gekauft. Unter seiner Herrschaft dominierte das Gut und erwarb im Laufe der Zeit mehrere Bauernwirtschaften. Als er 1862 starb, ging das Gut Klosterdorf an Sophie Auguste Caroline von Eckertstein, geb. von Bredow, über, von der es dann die Familie Eckertstein für 84.000 Taler erwarb.

Um 1925 verkaufte Arnold von Eckertsetin das Altgut Klosterdorf an Fritz Krüger. Das Vorwerk Kähnsdorf blieb jedoch im eckertschen Besitz. Und das aus dem Lehnschulzengut hervorgegangene zweite große Gut wurde 1928 aufgeteilt und teilweise parzelliert.

Hierbei entstanden 6 Neusiedlerstellen. Dann kamen Faschismus und Krieg und Klosterdorf wurde am Ende des Krieges und zwar am 16./17. April 1945 wiederum von seinen Einwohnern verlassen. Sie zogen im "Treck" in Richtung Mecklenburg. Vom 21. bid 23. April 1945 war in Klosterdorf der Gefechtsstand der sowjetischen 5. Stoßarmee unter Generaloberst Bersarin untergebracht, bevor sie nach Berlin vorrückten. Im Juni/ Juli 1945 kamen die meisten Bewohner nach Klosterdorf zurück und fanden das Dorf ziemlich trostlos vor. Es sind 21 klosterdorfer Männer im Krieg gefallen bzw. an seinen Folgen gestorben oder in Gefangenschaft ums Leben gekommen. Dann kamen die schweren Jahre des Wiederaufbaues. In Zusammenhang mit der Bodenreform 1946 erhielten 55 Familien in Klosterdorf eine bescheidene Existenzgrundlage. Gegen Ende des Jahres 1952 fanden sich die ersten Bauern zusammen, die den genossenschaftlichen Weg gehen wollten. 1958 waren dann alle Bauern entweder in der LPG Typ I oder Typ II zusammengeschlossen. Etwa 1970 vereinigten sich beide LPG-Teile und bildeten in den Folgejahren mit den LPG`n der benachbarten Orte die kooperativen Abteilungen Pflanzen und Tierproduktion. Dann kam für alle unerwartet und überraschend die Öffnung der Grenze, die Währungsunion und die Wiedervereinigung Deutschlands. Bei der Ämterbildung 1992 hat sich Klosterdorf mit weiteren 10 Gemeinden zum Amt Märkische zusammengeschlossen. Seit 1997 darf Klosterdorf ein Wappen führen, welches aus Anlass der 750- Jahrfeier beantragt worden ist aber erst nach erheblichen (bürokratischen) Aufwand vom brandenburgischen Innenministerium bestätigt wurde. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform 2001 hat Klosterdorf gemeinsam mit den Gemeinden Bollersdorf und Grunow die Gemeinde Oberbarnim gegründet, deren Ortsteil sie seit dem 01.01.2002 ist.

 
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